Willkommen beim AIV!

Als regionaler Verband für Architekten und Ingenieure verschiedener Fachrichtungen ist der Architekten- und Ingenieurverein Mark Sauerland seit 100 Jahren aktiv.

Unsere Mitglieder engagieren sich hier, weil sie von ihrer Verantwortung für die Gestaltung der Umwelt überzeugt sind. Unser Ziel ist es daher, Kompetenzen zu bündeln und mit unseren Ideen die heimische Baukultur zu fördern.

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Termine 2017

Aktuelle Termine auf einen Blick: 
Di., 11.07.. Fachvortrag "Denkmal-Kunst Hann. Münden"
Sa., 19.08. Freihandzeichen in Maste-Barendorf mit Prof. Thulesius
Mi.,13.09.. Fachvortrag "Fachwerkhaussanierung"
Fr., 22.09. DAI-Tag in Münster
2.-3.10. Exkursion Denkmalkunst Hann.-Münden
Mi., 15.11. Vortrag "Wie funktioniert Kommunalpolitik?"
Mi., 06.12.. Weihnachtsfeier
   
 

Der blaue Tisch

Die Veranstaltungsreihe “Blauer Tisch” wird im Jahr 2017 fortgesetzt.

Die Veranstaltungsorte und Anfangszeiten werden rechtzeitig durch gesonderte Einladung mitgeteilt.

Weitere Informationen und Pressestimmen

Besichtigung der Firma HENKE AG

Einen sehr informativen Nachmittag konnten die Mitglieder des AIV Mark­-Sauerland am 08.11.2013 bei der Firma HENKE AG in Eckesey erleben. Den Kontakt hat unser Mitglied Walter Schulte­-Trux hergestellt.

Als Hagener Handwerksunternehmen ist HENKE mit über 100 Mitarbeitern mittlerweile deutschlandweit vertreten, um Dächer, Fassaden und Solartechnik zu montieren.

Vorstandsmitglied Herr Brüggemann und Abteilungsleiter Herr Lindemann nahmen sich viel Zeit, uns die Arbeit der Firma HENKE zu erläutern. Die Spanne der vorgestellten Projekte reichte dabei vom Einzelhandel über Wohnprojekte und Gewerbebauten aller Art, aber auch Kindergärten und Schulen waren schon dabei.

Ein bedeutender Kunde ist zur Zeit LIDL. Die Lebensmittel-­Einzelhandelskette modernisiert gerade eine Vielzahl ihrer Märkte mit einem einheitlichen Fassadensystem. Viele Ketten haben mittlerweile erkannt, dass die Fassade eines Marktes dessen „Gesicht“ darstellt und mit der Außendarstellung auch eine „corporate identity“ geschaffen werden kann, die für hohe Qualität und hohen Wiedererkennungswert steht, aber eben auch dem Stadtbild nutzt.

Von ganz besonderem Interesse war natürlich ein ausführlicher Einblick in die Fertigungsprozesse und die Produktionsmethoden der verwendeten Fassadenelemente. Im Fokus stand hierbei die Herstellung von maßgeschneiderten Kassetten. Als Ausgangsmaterial werden Alucobond­-Tafeln verwendet, die im Eckeseyer Firmensitz in einem computergestützten Verfahren ausgefräst und zugeschnitten werden, um dann „just in time“ deutschlandweit auf die Baustellen geliefert und montiert zu werden.

Das Endergebnis hat mit den gewöhnlichen Fassadentafeln der Vergangenheit nicht mehr viel zu tun. Der Gestaltung sind kaum Grenzen gesetzt, da nicht nur die Farbe, sondern auch die Geometrie der Tafeln weitestgehend frei gewählt werden kann und sogar dreidimensionale Formen möglich sind ­wie hier für die Verkleidung eines Baumarktes in Berlin.

Damit sind Fassadentafeln nicht nur rein technische Verkleidungen, sondern können ein attraktives architektonisches Element darstellen.

Der AIV Mark­-Sauerland e.V. dankt HENKE für die Organisation dieses äußerst interessanten und informativen Nachmittags.

 

Fotos der Veranstaltung finden Sie hier.

 

Das Resümee als PDF.

Baustellenbesichtigung der neuen Konzernzentrale von Enervie

Am 10.10.2013 führte es die Mitglieder des AIV Mark-Sauerland e.V. zur „HaßleyerInsel“. Die rasant wachsende Baustelle der neuen Konzernzentrale des regionalen Energieversorgers Enervie am „Platz der Impulse“ lud bei sonnigem Wetter zu einer informativen Baustellenbesichtigung ein. Oliver Rabe, Projektleiter der Enervie für den Neubau, nahm uns am neu gebauten Haßleyer Kreisverkehr in Empfang und erläuterte anhand des Bauschildes die Überlegungen, die zu der Bauentscheidung geführt haben, und die grundsätzlichen Konzepte, die in dem beauftragten siegreichen Wettbewerbsentwurf zur Zeit realisiert werden.

Die allein in Hagen bisher auf acht verschiedene Standorte verteilten Abteilungen werden in der neuen Konzernzentrale zusammengezogen. Hier entstehen mehr als 700 Arbeitsplätze. Kern des Gebäudekomplexes ist das fünfgeschossige Verwaltungsgebäude, das seit April so rasant in die Höhe wächst, dass die für das kommende Frühjahr geplante Einweihung tatsächlich möglich erscheint.

Bei einem Rundgang durch eine typische Ebene dieses Gebäudes erläuterte Herr Rabe sowohl die baulichen Konzepte als auch mit großer Detailkenntnis die Überlegungen, wie das Gebäude betrieben und genutzt werden soll. “Funktionalität” und “Effektivität” waren die dominierenden Vokabeln, an denen die Planungs- und Bauentscheidungen ausgerichtet wurden.

Das Projekt wurde durch das Kölner Büro JSWD Architekten geplant. Als Generalunternehmer fungiert die Ed. Züblin AG, ebenfalls aus Köln. Im Rahmen einer Standortzentralisierung werden hier die verschiedenen Verwaltungs- und Werkstattstandorte zusammengefasst. Die einzelnen Nutzungseinheiten gruppieren sich um einen großzügigen Werkhof, der sich in die Topografie einfügt und durch Funktionalbauten umschlossen wird.

Das Nutzungskonzept ist auf Wirtschaftlichkeit und effiziente Prozesse getrimmt. Im Inneren sorgt moderne LED-Technik für Licht. Der geplante Einsatz von Fotovoltaik, Windkraftanlagen und Solarthermie wird durch die angestrebte Gold-Zertifizierung gemäß LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) gewürdigt.

Der repräsentative kubische Verwaltungsbau bildet den Schwerpunkt der Gebäudekonstellation. Offene Arbeitswelten werden über ein großzügiges Foyer in allen Ebenen erschlossen. Das Mitarbeiterrestaurant mit seiner nach Süden ausgerichteten Terrasse soll zum kommunikativen Zentrum der Anlage werden.

Eine umlaufende Fassade des Hauptgebäudes aus außenliegenden Vertikal-Lamellen soll dem Gebäude Sonnenschutz bieten und zugleich, je nach Sonnenstand, eine „bewegte“ Fassadengestaltung bilden. Das Konzept erinnert an bereits bestehende Planungen des Büros, wie zum Beispiel das Q1 ThyssenKrupp Quartier in Essen.

Eine Besonderheit stellt das „open-space-Bürokonzept“ mit sog. „desksharing“ dar. Dies ist kein Großraumbüro im klassischen Sinne. Vielmehr sieht das Konzept vor, dass den Mitarbeitern keine festen Schreibtische zugewiesen werden, sondern dass das Arbeitsmaterial in Containern aufbewahrt und dann zum (je nach Projektgruppe und -fortschritt) frei wählbaren Schreibtisch gerollt wird. Zum Feierabend wird stets ein „clean desk“ hinterlassen. Dieses Konzept soll für Flexibilität und Kreativität sorgen: die räumliche Flexibilität soll auch die geistige Flexibilität fördern! In einer lebhaften Diskussion wurde angemerkt, dass dieses von Fraunhofer-Instituten u.a. propagierte System nur dann optimal funktioniert, wenn die Mitarbeiter davon überzeugt sind und es „leben“. Dann steckt in dem Konzept viel Potential für neue, effektive „Arbeitswelten“. Wo regelmäßig telefoniert wird und der Schallschutz gewährleistet werden muss, wurde das System oft wieder umgebaut. Gelegentlich hatte sich da tägliche “Flexen” nicht bewährt; viele Mitarbeiter suchten sich bald einen festen Arbeitsplatz und behielten ihn, ohne den Container zurückzurollen. Mit Schrankwänden und Pflanzen wurde dann versucht, Individual-Bereiche zu schaffen.

Neben dem auch den optischen Eindruck prägenden Verwaltungsgebäude werden parallel eine dank ihrer Glasfassade einladende Kantine, ein multifunktionales Technikgebäude sowie großflächige Werk- und Lagerhallen errichtet, für deren Begehung weit mehr als die knapp anderthalb Stunden nötig gewesen wären, die für unseren Besuch zur Verfügung standen.

Daher lud Herr Rabe abschließend zu einem weiteren Besuch nach Fertigstellung des Gebäudekomplexes ein, bei dem sicher Gelegenheit bestehen wird, die erläuterten Absichten und ihre tatsächliche Umsetzung miteinander zu vergleichen.

Den Dank der Teilnehmergruppe für seinen engagierten Vortrag hatte Herr Rabe mehr als verdient.

Wir dürfen auf das fertige Ergebnis im Mai 2014 gespannt sein !

 

Fotos der Veranstaltung finden Sie hier.

 

Das Resümee als PDF.

Besuch der Feuerwache Ost

 

Einen äußerst spannenden und informativen Nachmittag konnten die Mitglieder des AIV Mark-Sauerland e.V. am 26.09.2013 in der Feuerwache Ost in Hohenlimburg verbringen. Den Kontakt zur Feuerwehr hat unser Mitglied Michael Rabe geknüpft.

Das Thema Brandschutz ist im Bauwesen und im Baurecht fest verankert. Dennoch ist es oft sehr anspruchsvoll, Theorie und Praxis in Einklang zu bringen. Hier sind Architekten, Fachplaner und Sachverständige gefordert, die Belange der Feuerwehr praxisgerecht umzusetzen, um nicht am wirklichen Bedarf vorbei zu planen. Ein Einblick in die praktische Arbeit, die Einsatzbedingungen und die Rettungsmittel der Feuerwehr soll uns als Bauleute helfen, diese wichtigen Aspekte besser zu verstehen und praxisorientiert umsetzen zu können.

Veit Lenke, der stellvertretende (und zukünftige) Leiter der Hagener Feuerwehr, ließ es sich nehmen, die Betreuung des AIV persönlich zu übernehmen. Er schlug in seinem äußerst anschaulichen Vortrag den Bogen von den theoretischen und rechtlichen Grundlagen der Feuerwehrarbeit zu handfesten praktischen Beispielen. Bauliche Voraussetzungen und einsatztaktische Maßnahmen stehen dabei in einem sehr engen Zusammenhang.

Ein Einblick in die Leitstelle und in die Fahrzeughallen zeigte die hochprofessionelle und gut durchstrukturierte Arbeitsumgebung, die notwendig ist, um effektiv Leben retten zu können.

Eine besondere Herausforderung für die Mitglieder des AIV war der (im wahrsten Sinne des Wortes) Höhepunkt des Nachmittags: ein Probeaufstieg mit der Drehleiter. In luftiger Höhe bekam man ein (durchaus mulmiges) Gefühl dafür, unter welch schwierigen Bedingungen Menschenrettung möglich sein muss und ist.

Die Veranstaltung wurde übrigens von der AKNW mit 2 Fortbildungspunkten belohnt.

 

Fotos der Veranstaltung finden Sie hier.

 

Das Resümee als PDF.

Geschäftsstelle AIV-MS

Frau Anna Kramps
B.Sc. Architektur
Vorhaller Straße 42
58089 Hagen
Tel.: 02331-7397902

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