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Intention

Gestern, heute und morgen

Gegründet am 23. April 1912 als Zusammenschluss von Ingenieuren und Architekten der Region Hagen und Umgebung. Auflösung 1934 und Wiedergründung am 28. Januar 1952 als AIV Hagen. Wegen des großen Einzugsgebietes, das den südlichen Teil der seit dem 13. Jahrhunderts entstandenen Grafschaft Mark mit den Städten Hagen, Hohenlimburg, Lethmate, Herdecke, Iserlohn, Schwelm, Lüdenscheid, Werdohl, Witten, Altena, Plettenberg und Unna umfasste, erfolgte 1958 die Umbenennung in ‚AIV Mark Sauerland’. Das entspricht heute den Verwaltungsgrenzen des Ennepe-Ruhr-Kreises, des Märkischen Kreises und der Stadt Hagen. In dieser Region begann einst die Entwicklung des Ruhrgebietes, deren erste Zeugnisse im Westfälischen Freilichtmuseum Technischer Kulturdenkmale in Hagen bewahrt und rekonstruiert werden. Der ‚AIV MS’ errichtete beim Entstehen dieses Museums in dessen Eingangsbereich ein großes ehemaliges Schwungrad, welches symbolhaft die Verbindung industrieller Entwicklung und Ingenieurbaukunst veranschaulicht. In der Region Mark Sauerland existieren überdurchschnittlich viele und sehenswerte Objekte der Bau- und Ingenieurkunst. Besonders hervorzuheben sind die Bauten des „Hagener Impulses“ der Architekten Henry van der Velde, J. L. M. Lauweriks, Richard Riemerschmid, Peter Behrens und die Gebrüder Ludwigs, die unter der Ägide des Kunstmäzens Karl Ernst Osthaus entstanden sind und den Übergang vom Jugendstil (Walter Morin, Fritz Schumacher u.A.) zum Bauhaus (E. Figge, G. Oberste-Berghaus, Schluckebier & Langensiepen etc.) kennzeichnen. Diese Bauwerke haben Architekturgeschichte geschrieben und so fühlen sich die Mitglieder des AIV Mark Sauerland auch in vielfältiger Hinsicht diesem hohen Anspruch in der Architekten- und Ingenieurbaukunst verpflichtet.

Als eine der ersten Bildungseinrichtungen ihrer Art in Deutschland wurde 1824 in Hagen die Provinzial-Gewerbeschule in Preußen gegründet, welche ab 1898 den Namen ‚Königliche Höhere Maschinenbauschule’ erhielt. 1947 entstand in Hagen die Städtische Bauschule, 1963 dann die Staatliche Ingenieurschule für Bauwesen, aus der sich 1971 die Fachhochschule Hagen entwickelte. Im Wandel von der einstigen Industriestadt zur Stadt der Aus- und Weiterbildung wurde lange um eine neue Identität gerungen. Grundlegende Maßnahmen in der Stadtentwicklung sind allmählich möglich geworden: Das charaktervolle Bahnhofsgebäude erhielt ein ansprechendes Umfeld, die ‚City’ wurde durch einen neuen Rathauskomplex mit einer Einkaufsmeile aufgewertet, das Stadttheater ist um zwei zusätzliche Bühnen erweitert worden, die Sparkasse hat an alter Stelle einen kompletten Neubau mit stadtprägendem Charakter bekommen, der Museumsneubau für den weltbekannten Maler und Ehrenbürger der Stadt – Emil Schumacher – ist begonnen worden, das Gelände einer Industriebrache am Cityrand wurde in ein attraktives Freizeitareal verwandelt und im Bereich der Stadtmitte wurde die Flusslandschaft an der Volme renaturiert, sodass die daran angrenzenden Parkanlagen neue Aufenthalts- und Erholungsqualitäten aufweisen können. Fast alle hier genannten Maßnahmen sind – mitunter auch sehr kritisch – vom AIV Mark Sauerland begleitet worden. Förderlich für die Zukunft einer Stadt ist es immer, wenn die Fachleute im Baugewerbe möglichst mit einer Zunge zu reden in der Lage sind. Deshalb ist auf Initiative des Vorstandes des heutigen AIV MS das Forum StadtBauKultur Hagen entstanden, ein Zusammenschluss aller in Hagen ansässigen Architektenvereine, der sich im hiesigen Baugeschehen zunehmend Geltung verschafft.

Mit Jour-Fixe-Abenden und Exkursionen wird die Weiterbildung der Kollegenschaft betrieben, mit ein- und mehrtägigen Ausflügen wird dem geselligen Anspruch unseres Vereines Genüge getan und mit größeren Veranstaltungen kann die Fachöffentlichkeit sensibilisiert und interessiert werden. Der AIV MS hält Kontakt zur Kommunalpolitik, den Fachverwaltungen, den potentiellen Investoren und allen relevanten Körperschaften und Kreisen der Region. Jüngste Impulse des AIV sind die Forderungen nach einem Lichtkonzept und die Begleitung eines Masterplans „Licht“ für die Stadt Hagen, der Ruf nach Architekturqualität als ‚Marketingmittel’ für eine nachhaltige Stadtentwicklung und unsere Mitarbeit bei der „Marke Hagen“, einem Projekt, mit der sich die Stadt Hagen den Herausforderungen durch den demographischen Wandel an eine aussichtsreiche Position unter den vom Einwohnerschwund betroffenen Großstädten sichern möchte.

Geschäftsstelle AIV-MS

Frau Anna Kramps
B.Sc. Architektur
Vorhaller Straße 42
58089 Hagen
Tel.: 02331-7397902

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