Willkommen beim AIV!

Als regionaler Verband für Architekten und Ingenieure verschiedener Fachrichtungen ist der Architekten- und Ingenieurverein Mark Sauerland seit 100 Jahren aktiv.

Unsere Mitglieder engagieren sich hier, weil sie von ihrer Verantwortung für die Gestaltung der Umwelt überzeugt sind. Unser Ziel ist es daher, Kompetenzen zu bündeln und mit unseren Ideen die heimische Baukultur zu fördern.

Mehr zum AIV Mark-Sauerland

Termine 2017

Aktuelle Termine auf einen Blick: 
Di., 11.07.. Fachvortrag "Denkmal-Kunst Hann. Münden"
Sa., 19.08. Freihandzeichen in Maste-Barendorf mit Prof. Thulesius
Mi.,13.09.. Fachvortrag "Fachwerkhaussanierung"
Fr., 22.09. DAI-Tag in Münster
2.-3.10. Exkursion Denkmalkunst Hann.-Münden
Mi., 15.11. Vortrag "Wie funktioniert Kommunalpolitik?"
Mi., 06.12.. Weihnachtsfeier
   
 

Der blaue Tisch

Die Veranstaltungsreihe “Blauer Tisch” wird im Jahr 2017 fortgesetzt.

Die Veranstaltungsorte und Anfangszeiten werden rechtzeitig durch gesonderte Einladung mitgeteilt.

Weitere Informationen und Pressestimmen

02.06.2014 Burg Altena - Spargelessen und Kurzvorträge

Zu einer liebgewonnenen Tradition des AIV Mark-Sauerland e.V. hat sich das alljährliche Spargelessen samt Kurzvorträgen im Frühsommer entwickelt. In diesem Jahr haben wir uns aus aktuellem Anlass die Burg Altena als Ziel ausgesucht. Deren Geschichte ist eng mit der Grafschaft Mark verbunden und spielt somit auch für die Namensgebung unseres Vereins eine gewisse Rolle.

 

Doch nicht allein der Blick in die mittelalterliche Vergangenheit der Burg, sondern die aktuellen baulichen Entwicklungen sind der Grund unseres Besuches in Altena: der neue „Erlebnisaufzug von der Altstadt Altena zur Burg“, der erst Ende April dieses Jahres mit einem großen Fest eröffnet wurde. Er ist als ein Vorzeigeprojekt der „Regionale Südwestfalen 2013“ mittlerweile deutschlandweit bekannt geworden. Überhaupt hat sich in Altena in letzter Zeit viel getan: auch die neugestaltete Uferpromenade entlang der Lenne lädt erfolgreich zum Flanieren und Verweilen ein.

 

Das mit Cortenstahl ausgekleidete Tor mitten in der Fußgängerzone von Altena ist der städtebaulich markante Beginn eines „Erlebnisparcours“ zum Burgaufzug. Das Eingangsgebäude stellt ein hochmodernes Element in der ansonsten pittoresken Innenstadt dar, von dem man sich eine Aufwertung der Aufenthaltsqualität und eine Steigerung der Besucherzahlen verspricht. Insbesondere für mobilitäts-eingeschränkte Personen ist der Besuch der Burg Altena nun wesentlich einfacher.

 

Direkt am Eingang wurden wir von Frau Daria Fikus in Empfang genommen, die uns eine informative Einführung über den Erlebnisaufzug gab. In dem rund 90 m langen Zugangsstollen erlebten wir dann mittels 6 interaktiver Stationen eine lehrreiche und unterhaltsame Multimediashow: aus einem lebendigen Portrait-Gemälde ließen wir uns vom – fiktiven – Burgherrn Dietrich samt frecher Fledermaus begrüßen und erlebten einige Sagen-Figuren und sonstige Bewohner der Altenaer Unterwelt.

 

Auch mussten wir über – ebenfalls fiktives – Wasser laufen, wobei Wellen und Fische auf unsere Schritte reagierten. Im Aufzug selbst trafen wir einige dieser „Freunde“ wieder, denn sie wollten mit uns in 35 Sekunden zum Burghof hochfahren; sie „klammerten“ sich am Aufzug fest.

 

Danach wurden wir direkt in die im 12. Jahrhundert erbaute Burg Altena (sicherlich eine der schönsten Hochburgen Deutschlands) hineingeführt. Hier befindet sich auch die allererste deutsche Jugendherberge von 1914.In mittelalterlicher Manier mussten die AIV-Mitglieder den Burghof mit höchstem körperlichen Einsatz “erobern”, denn den Schlüssel wollte der Burgherr anscheinend nicht freiwillig herausgeben ...

 

Und fast wie damals im Mittelalter erwarteten uns im Burghof dann die Burgfräulein mit einem delikaten Erfrischungstrunk und einem zünftigen Festessen im hochherrschaftlichen Rittersaal. Den Ausklang des Abends bildete dann das eigentliche Spargelessen mit Kurzvorträgen.

 

Gastredner des ersten Vortrags waren Dipl.-Ing. Sebastian Jülich und Dipl.-Ing. Reiner Pfotenhauer, die mit einem spannenden, bebilderten Projektbericht über den Bau des Erlebnisaufzugs referierten. Von besonderem Interesse waren hierbei nicht nur die gelungenen architektonischen Elemente des Aufzugs samt der beeindruckenden Multimedia-Technik, sondern auch die aus dem Bergbau entlehnte Bauweise des Aufzugsschachtes. Ein Regionale-Projekt wie der Erlebnisaufzug kann einer im Strukturwandel befindlichen Stadt wie Altena wichtige Impulse und Synergieeffekte bringen und stellt somit eine echte Bereicherung für die Stadtentwicklung dar, die auch anderen Städten als Vorbild dienen kann.

 

Im zweiten Beitrag referierte unser Mitglied Dipl.-Ing. Horst Bremer über eines der größten staatlichen Finanz-Probleme der letzten und kommenden Jahre, nämlich die zunehmenden Schäden an deutschen Autobahnbrücken. Der Grund für die teils massiven Schäden ist darin zu suchen, dass in der "Hochzeit" des Brückenbaus nicht mit den heutigen Verkehrsmengen und -lasten gerechnet wurde. Erst später führten neue Erkenntnisse in der Betontechnologie und die daraus folgenden Bemessungs-Regeln insbesondere im Spannbeton-Bereich zu anderen Lösungen. Die älteren Brücken sind zwar seinerzeit regelgerecht bemessen bzw. konstruiert worden und brechen daher nicht plötzlich zusammen, sie benötigen aber einen seit Jahren vernachlässigten erheblichen Unterhaltungsaufwand. Deshalb ist es heute richtiger, Brücken mit größeren Schadensbildern durch Neubauten zu ersetzen.

 

In diesem Zusammenhang weist der AIV Mark-Sauerland e.V. auf einen weiteren interessanten Termin für seine Mitglieder hin: am 12.11.2014 findet voraussichtlich eine Baustellenbesichtigung des Neubaus der Lennetalbrücke im Zuge der A45 statt.

 

Geistig wie kulinarisch verwöhnt wurde dann der Heimweg “burgbergabwärts” angetreten. Der AIV Mark-Sauerland e.V. dankt allen an der Organisation dieser gelungenen Veranstaltung beteiligten Personen, insbesondere aber der Schlossgastronomin Cindy Tauber und ihrem Team für die liebevolle Bewirtung und den äußerst schmackhaften Spargel.Bedanken wollen wir uns auch beim leitenden Planer des Stadt-Bauamtes Altena, Herrn Roland Balkenhol, der den „montäglichen“ Sondertermin und den Blick „hinter die Animationen“ erst möglich gemacht hat.

 

 

Dipl.-Ing. Georg Thomys

2. Vorsitzender AIV Mark-Sauerland

 

Fotos der Veranstaltung finden Sie hier.

 

Das Resümee als PDF.

Geschäftsstelle AIV-MS

Frau Anna Kramps
B.Sc. Architektur
Vorhaller Straße 42
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Tel.: 02331-7397902

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