Willkommen beim AIV!

Als regionaler Verband für Architekten und Ingenieure verschiedener Fachrichtungen ist der Architekten- und Ingenieurverein Mark Sauerland seit 100 Jahren aktiv.

Unsere Mitglieder engagieren sich hier, weil sie von ihrer Verantwortung für die Gestaltung der Umwelt überzeugt sind. Unser Ziel ist es daher, Kompetenzen zu bündeln und mit unseren Ideen die heimische Baukultur zu fördern.

Mehr zum AIV Mark-Sauerland

Termine 2018

Aktuelle Termine auf einen Blick: 
Fr., 18.05. Besuch vom AAA aus Frankreich (3 Tage)
Do., 14.06. Spargelessen mit Kurzvorträgen
Sa., 07.07. Fahrradtour
Mo., 10.09. Aus eigenen Reihen Nr. 5 - Flächenkonversion
Mi., 03.10. Exkursion Venedig
Sa., 20.10. Freihandzeichnen
Mo., 12.11. Aus eigenen Reihen Nr. 6 - Stadtentwicklung
Do., 13.12. Weihnachtsfeier
 

Der blaue Tisch

Die Veranstaltungsreihe “Blauer Tisch” wird im Jahr 2018 fortgesetzt.

Die Veranstaltungsorte und Anfangszeiten werden rechtzeitig durch gesonderte Einladung mitgeteilt.

Bisherige Veranstaltungen:

Hauptbahnhof Hagen

Bleichplatz in Hagen

Bodelschwinghplatz in Wehringhausen

Lutherkirche in Hagen

Hagen-Haspe

Drerup-Viertel in Hagen

Weitere Informationen und Pressestimmen

Der Blaue Tisch an der Lutherkirche in Hagen

Die Lutherkirche in Hagen

Die Nachmittagssonne, die durch die farbigen Fenster der Lutherkirche fiel, ließ den Kirchenraum erstrahlen. Mit dem Orgelspiel von Kirchenmusikdirektor Kamp auf der klanggewaltigen Ott-Orgel begann die Veranstaltung besonders stimmungsvoll. Durch das Licht in Verbindung mit der Architektur und der Musik konnten die Qualitäten des  Kirchenraumes empfunden werden.
Anschließend wurde unter der Moderation des ehemaligen Stadtbaurats Johann Dieckmann diskutiert, wie es mit der Lutherkirche weitergeht. Der Leiter der unteren Denkmalbehörde, Georg Thomys, erläuterte die stadtgeschichtliche, denkmalrechtliche und baurechtliche Situation des Gebäudes. 

Fotos der Veranstaltung

Der Vorgängerbau wurde 1889 erbaut und war ein Symbol für die städtebauliche Entwicklung der aufstrebenden Industriestadt. Der Erbauer der 1960 eingeweihten Lutherkirche war der bekannte Kirchenbauer Gerhard Langmaack. Diese Kirche steht für den Wiederaufbau der Stadt und, wie der Architekt Bernhard van der Minde ergänzte, ist sie ein wichtiges Bauwerk des Kirchenbaues nach dem Krieg und ein Zeitdokument von besonderem baukünstlerischen Wert.
Bei Diskussion am Blauen Tisch wurde von Herrn Superintendent Becker und der Vertreterin der Kirchengemeinde, Pfarrerin Juliane im Schlaa, auf die seit Jahren abnehmende Zahl der Gemeindemitglieder hingewiesen. Als Konsequenz des demografischen Wandels wurden die Gottesdienste in der Johanniskirche aufgegeben.
Der Wunsch von Pfarrer Grote wäre es, die Kirche für Kulturveranstaltungen zu nutzen, die den Vorgaben und dem Charakter des Bauwerkes entsprechen. Für die Sanierung der Schäden in den Kellerbereichen, die Sanierung des Turms und die Wiederherstellung der Fassade wären allerdings Mittel in Höhe von ca. 800.000 € aufzuwenden. Ohne wirtschaftlich tragfähiges Nutzungskonzept sei jedoch eine Förderung aus Töpfen des Landes nicht möglich, wie auch Georg Thomys betonte.
Werner Hahn, Leiter des lutzhagen, berichtete über seine Erfahrungen mit vielen Projekten, in denen Jugendliche unterschiedlicher sozialer Herkunft und verschiedener Religionen durch die gemeinsame künstlerische Auseinandersetzung Wertschätzung und Anerkennung erfahren haben. Für eine solche sozio-kulturelle Arbeit wäre die Lutherkirche ideal.
Auch Herr Orak, Vertreter der islamischen Gemeinde, konnte sich die Kirche sehr gut als sozio-kulturelles Zentrum vorstellen. Man habe sich beim Neubau der Moschee bewusst für den Standort neben der Lutherkirche entschieden, um ein Zeichen für das friedliche Miteinander der Religionen zu setzen.
Die Diakonie ist als direkter Nachbar sehr an einer verträglichen Nutzung des Gebäudes interessiert. Ein schleichender Verfall wäre nicht zu akzeptieren, so Pfarrer Wehn. Ein Konzept, welches den Charakter der ehemaligen Kirche respektiert, würde die Diakonie begrüßen.
Von den Teilnehmern wurden eine Vielzahl von Ideen eingebracht. Die Mehrheit war der Auffassung, dass ein der ursprünglichen Funktion des Gebäudes angemessener Nutzungsmix Grundlage für die weiteren Überlegungen sein sollte. Es wurde vorgeschlagen, Erfahrungen anderer Städte bei der Umnutzung von Kirchen zu nutzen. So sind ähnliche Konzepte teilweise über Stiftungen finanziert worden. Aufgrund der Vorgaben, die sich durch die vorhandenen Räume ergeben, ist nach übereinstimmender Auffassung der Teilnehmer am „Blauen Tisch“, eine Nutzung als sozio-kulturelles Zentrum die beste Lösung, zumal dann auch die Orgel für Konzerte und Musikveranstaltungen weiter genutzt werden könnte.
Von Herrn Superintendent Becker wurde vorgeschlagen, die Diskussion in einem Initiativkreis Lutherkirche fortzusetzen. Herr Dieckmann stellte zum Abschluss fest: Durch die Diskussion ist ein Impuls ausgelöst worden, der sich in Verbindung mit den geäußerten Ideen zu einem tragfähigen Konzept weiterentwickeln ließe. Er dankte der Kirchengemeinde und dem Diakonischen Werk für die Unterstützung.

 

 

Geschäftsstelle AIV-MS

Friederike Demski
M. Arch.
Nöhstraße 20
58089 Hagen
Tel.: 02331-403388

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